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Da wir im Verein ein Mitglied haben dem die Chemie vertraut ist beruflich, habe ich mich mal beraten lassen (Danke Wolfgang!). Kalk weg machen kann ja so mühselig sein. Muss es aber nicht. Eines gleich vorweg: Wer die in diesem Beitrag beschriebene Vorgehensweise anwendet, macht dies auf eigene Gefahr. Jegliche Haftung, sowohl für Personen- als auch Sachschäden, wird ausgeschlossen.

Es kommt reine Zitronensäure zum Einsatz. Und zwar als Pulver. Nur so kann man die Konzentration selbst festlegen. Ich habe die Angaben auf der Packung ignoriert und es über dosiert.

Ich hab mir ein Glas genommen, und mit 125ml Wasser gefüllt. Dann dieses erhitzt. Gut warm aber bitte nicht zu heiß, sonst könnten Kunststoffteile oder Gummidichtungen beschädigt werden. Dann habe ich 4 Teelöffel Zitronensäure rein und umgerührt. Laut Hersteller werden für diese Anwendung 4 bis 12 Esslöffel auf 1l empfohlen. Bei mir entspricht das 16 Esslöffel auf 1l. Und jetzt eine kleine Fotostrecke um den Vorgang etwas zu verdeutlichen.

 

Perlator, verkalktAls Beispiel dient ein Perlator, wie er in ähnlicher Form in fast jedem Wasserhahn zu finden ist. Auf dem Bild kann man die Verkalkung gut erkennen. Trotz guter Pflege, seitens meiner Frau, kann man den Kalk nicht vermeiden. Wenn man auf das Bild klickt, kann man es in Groß betrachten.

Perlator, verkalktMan erkennt deutlich, dass der Kalk sich in sämtlichen Ritzen sammelt. Zusätzlich ist auch noch anderer Dreck zu finden, der aus der Leitung kommt und vom Sieb zurück gehalten wird.

Perlator, in ZitronensäureHier sieht man ihn in der Zitronensäure. Leider sieht man die aufsteigenden Blasen auf den Bildern nicht so deutlich wie ich es mir wünschte. Zwischen durch immer mal wieder rühren damit es gut umspült wird.

Perlator, in ZitronensäureIm laufe der Zeit verfärbt sich die Zitronensäure etwas. Was weniger am Kalk, als eher den anderen Verschmutzungen liegt. Zusätzlich eignet sich eine alte Zahnbürste gut um den Prozess mechanisch zu unterstützen.

Perlator, wieder sauberDas Ergebnis kann sich sehen lassen. Der Zeitaufwand lag bei ungefähr 15 Minuten. Man erkennt, das der Kalk bereits die dünne Chromschicht angegriffen hat. Die Zitronensäure macht hier nicht halt, und legt gnadenlos das Material darunter frei.


Meine Frau hat mittlerweile auch einen Test mit unserer Geschirrspülmaschine gemacht. Diese "Reinigung" wird Regelmäßig mit hoher Temperatur und ohne Geschirr durchgegführt. Vorwaschen sollte aus sein hi hi hi. Sie hat 2 Esslöffel Zitronensäure am Rand auf den Boden gegeben dabei. Das Ergebnis überzeugt. Sämtliche Kalkschleier waren weg, das Edelstahlinnleben erstrahlte wie neu.

Mein Fazit:
Ich glaube wir werden noch viele Anwendungen finden bei uns im Haushalt und drum rum. Die Kaffemaschine ist unser nächstes Ziel. Die günstige Zitronensäure ist, meiner Meinung nach, besser als die Meisten angepriesenen Spezialreinger. Zudem diese meist noch viel teuerer sind. In der Anwendung sollte man jedoch ein wenig überlegen und mit Verstand an die Sache heran gehen. Das Ergebnis jedoch überzeugt.

Kleiner Tipp noch Ende. Die Amaturen im Bad, gerade in der Dusche, kann man leicht kalkfrei halten. Wenn man fertig ist mit dem Duschen und zum Handtuch greift, gleich über die Amaturen fahren. Kalkschleier bildet sich meist wenn Wasser verdunstet und der Kalk eben zurück bleibt.