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Hallo zusammen,

vor nicht allzu langer Zeit "versteckten" wir uns regelrecht vor der Öffentlichkeit. Amateurfunk hatte (und hat leider immer noch) einen Anstrich des Geheimnisvollen. Dadurch haben wir uns die Nachwuchsgewinnung selbst unnötig erschwert. Ich habe es schon an anderer Stelle in diesem Internetauftritt dargestellt: Das Durchschnittsalter der Mitglieder unseres OV dürfte so zwischen 55 und 60 Jahren liegen! Sicherlich: bei vielen anderen Ortsverbänden sieht es nicht viel besser aus. Dies ist aber nun kein Grund, in eine Art Lethargie zu verfallen.

Beim letzten OV-Abend (am 13. Oktober) wurde es angesprochen: ein Weg besteht darin, circa alle zwei Monate im Jugendhaus Vorträge zu halten. Dabei müssen wir allerdings eine Trennung vornehmen (ich greife hier die Argumente von Klaus, DD3NJ, auf):

Es gibt Themen, die nur für Insider, also lizensierte Funkfreunde, von Interesse sind. Damit können wir nicht an die breite Öffentlichkeit treten. Der richtige Weg wurde, wenn auch nur kurz, von Holger, DL2HKA, am OV-Abend aufgezeigt. 

Mit der Darstellung einzelner digitaler Betriebsarten erreichen wir Außenstehende nur bedingt. Damit möchte ich allerdings eine Diskussion anstoßen, ob nicht doch Außenstehende - allerdings mit Vorkenntnissen - ansprechen können.

Mit einem weitaus größeren Themenkreis sollten wir versuchen, Jugendliche gezielt zu Vortragsreihen einzuladen. Dabei ist es nach meiner Auffassung hilfreich, sich nicht nur auf "reine" Amateurfunkthemen zu beschränken. Wir Funkamateure "können" schließlich Technik, um es   etwas flapsig zu formulieren. Unser Knowhow sollten wir in die Öffentlichkeit transportieren, um unser Image des "schrulligen Bastlers" abzulegen.

So könnte Stefan, DL6TA, mit einer Vorstellung seines 3-D-Druckers beginnen. Ein weiterer Vortrag könnte darin bestehen, elektronische Bauteile vorzustellen. Dies wäre eine Ergänzung zu den Beiträgen der Wissenswerkstatt. Dort wird nur "praktisch" gearbeitet; für die Theorie ist nur wenig Raum. Das gerade bei den Jüngeren großes Interesse am Umgang mit der Technik besteht, zeigen unsere Bastelnachmittage im Ferienprogramm der kommunalen Jugendarbeit der Stadt Schweinfurt. Auch heuer haben wir wieder eine Warteliste. Das Pflänzchen sollten wir pflegen!

Dabei wäre es zweckmäßig, nicht nur Jugendliche, sondern auch Junggebliebene anzusprechen. Die zeitlichen Möglichkeiten junger Leute ist stark beschränkt: der Leistungsdruck gerade in weiterführenden Schulen ist hoch, das weitere Angebot dieser Schulen (z. B. Mjusikunterricht, Theatergruppen...) engen die Zeitfenster weiter ein. Junggebliebene, die im Berufsleben etabliert sind und schon eine Familie gegründet haben, verfügen sicherlich über einen zeitlchen Rahmen.

Zum Ort der Veranstaltungen: im Jugendhaus sind Medienräume vorhanden, in denen ausreichend Sitzgelegenheiten bestehen. Ein Beamer für Powerpoint-Präsentationen könnte von Klaus zur Verfügung gestellt werden. Wir müssen nur den älteren Teilnehmern die Scheu vor dem "Jugend-"Haus nehmen.

Die Veranstaltungen müssten an Samstagen stattfinden (unter der Woche haben gerade Schüler/Innen und Auszubildende keine Zeit!). Sie müssten rechtzeitig in der Presse (durchaus etwas ausführlicher wie beispielsweise die Vortragsreihen des Universitätsbundes Würzburg) angekündigt werden.

Zum Abschluss: wer ist bereit, sich einzubringen. Ich bin mir daüber im Klaren, dass es nicht jedermanns Sache ist, vor einer Gruppe zu sprechen. Vielleicht könnte aber gerade von diesen OMs Zuarbeit geleistet werden.